printmedien

ems - Electronic Media School - Mai 2015

SÜPER MARKET BERLIN

Ein Projekt des neunten Volontärsjahrgang der ems – ELECTRONIC MEDIA SCHOOL in Potsdam-Babelsberg.

Noch bis Ende September 2015 lernen sie an der ems, multimedial zu denken und zu arbeiten: Sie vernetzen Radio, Fernsehen und Online.

SüperMarketBerlin ist ihr multimediales Wirtschaftsprojekt.

http://www.suepermarketberlin.de/

http://www.suepermarketberlin.de/ethno-marketing/

 

IMPULSE - 15. April 2015

Ethno-Marketing: “Zielgruppe um sieben Millionen erweitert”

Warum sollten Firmen Ethno-Marketing machen? Marketing-Profi Burhan Gözüakça im impulse-Interview über Millionen potenzielle Neukunden, Berührungsängste und Türken, die mit Ostern nichts am Hut haben.

Der IMPULSE-Artikel vom 15.04.2015 zum nachlesen:
http://www.impulse.de/management/ethno-marketing/2054938/

 

SPIEGEL ONLINE - 5. April 2015

Werbung für Deutsch-Türken: Jung, markenbewusst, kauffreudig

Deutsch-Türken sind jünger und konsumfreudiger als der deutsche Durchschnitt. Das haben inzwischen auch Unternehmen erkannt - und umgarnen die Traum-Zielgruppe mit spezieller Werbung.

MIGAZIN - 28. Februar 2014

Buchtip: Werbung im Wandel der Wirkung und Wahrnehmung

Ethnomarketing – nicht einfach nur ein beliebiges Buzz-Word, sondern eine Chance für Unternehmen, bisher brach liegende Potenziale zu bergen. Wie das gehen kann, zeigt der Herausgeberband “Zielgruppen im Konsumentenmarketing” und speziell der Beitrag von Burhan Gözüakça

Mehr Feste und mehr Möglichkeiten für Migrantenansprache
Tatsächlich aber – und das zeigt Burhan Gözüakças Beitrag Andere Länder, andere Sitten – Mit Ethnomarketing die Zielgruppe der Migranten erreichen deutlich – ist es (und sind wir) noch viel komplexer. Und das wiederum sollte die Zielgruppe “Migranten” noch attraktiver machen, wenn, ja, wenn man sie denn noch besser kennen würde.

Ein schönes Beispiel, das Gözüakça wählt, zeigt dies besonders deutlich: Viele Kinder der 3. oder gar 4. Generation leben selbstverständlich in der Herkunfts- und Mehrheitskultur – was natürlich auch für religiöse Feste gilt.

So feiern Muslime, orthodoxe oder koptische Christen oder aber Italiener oder Spanier sowohl “deutsche” Weihnachten wie auch das Zuckerfest, das Dreikönigsfest und orthodoxe Weihnachten.

Das bedeutet schlicht und ergreifend: Mehr Feiertage und dadurch mehr Möglichkeiten, die Konsumlaune der Migranten anzusprechen. Umso wichtiger erscheint in diesem Zusammenhang auch der Begriff der Retro-Akkulturation.

Auch wenn sich dieser Begriff hier in Deutschland noch nicht durchgesetzt hat und eher in den USA (und da beispielsweise bei den Hispanics zu finden ist), wird dieses Gefühl dennoch auch hier bereits gelebt: Die Suche nach den eigenen Wurzeln, die nicht selten auch im Konsum “typischer” Dinge aus der ursprünglichen Heimat gipfelt.

http://www.migazin.de/2014/02/28/werbung-wandel-wirkung-wahrnehmung/

 

Handelsblatt - 26. November 2013

Türkischer Honig

„Wenn Ethnomarketing gut gemacht ist, dann geht es an der Mehrheitsgesellschaftvorbei“, sagt Agenturchef Gözüakça. Noch immer leide Ethnomarketing darunter, dass die Zielgruppe als nicht sonderlich attraktiv wahrgenommen würde. Ein Irrtum, wie er meint. „Deutschtürken sind besonders markenaffin.“

Beispiel Unterhaltung: Deutschtürken schauen doppelt so viel Fernsehen wie ihre deutschen Mitbürger. Doch dabeiwählen sie in 80 Prozent der Fälle einen türkischsprachigen Sender. Für Marketingexperte Gözüakça ist der Grund klar: „Es gibt im deutschen Fernsehen kein Format, das auf Migranten zugeschnitten ist.

“Wenn es etwa in einer „Tatort“-Folge mal einen Türken gebe, dann sei der entweder kriminell oder habe sonstige Probleme. „Das komplette Entertainment richtet sich an Deutsche.“ Türkische Seifenopern à la „Sowie die Zeit vergeht“? Fehlanzeige.

Gözüakça plädiert dafür — im Sinne der Integration — mehrThemen für Migranten in das reguläre Programm zu integrieren. „Ist es denn so abwegig,wenn man in der Sportschau ein paar Minuten für die Berichterstattung über türkische Vereine abzweigen würde“, fragt er.

Berliner Zeitung - 22. September 2013

Entscheidung in der letzten Minute

Den Wahlkampf fand Gözüakca langweilig. Merkel hat ihn enttäuscht. Die großen Themen hätten gefehlt. Jetzt geht der Deutschtürke mit 41 zum ersten Mal wählen - und nimmt seinen Sohn mit in die Wahlkabine.

Kurz bevor Burhan Gözüakca endlich seine Stimme abgeben wird, gibt es doch noch ein Problem. Er hat seinen Sohn mit ins Wahllokal in Reinickendorf gebracht, der Kleine will mit in die Wahlkabine. 

Das macht die Wahlhelfer nervös, sie debattieren kurz, ob die Anwesenheit des fünfjährigen Benans eine Gefahr für den Wahlverlauf im Stimmbezirk 119 bedeutet. Burhan Gözüakca lernt gleich mal die praktischen Fragen der Demokratie kennen. Er blickt zwischen den Wahlhelfern etwas irritiert hin und her.

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/erstwaehler-mit-41-jahren-entscheidung-in-der-letzten-minute,10809148,24400936.html

 

Süddeutsche Zeitung - 28. Mai 2013

Politische Bildung künftig nur noch auf Deutsch

Vor der Bundestagswahl 2009 war eine der zahlreichen Infobroschüren der Bundeszentrale für politische Bildung mit "secim senim" überschrieben. "Du hast die Wahl" heißt das auf Türkisch und sollte die damals etwa 690.000 eingebürgerten Deutschen mit türkischem Hintergrund dazu ermuntern, ihr Wahlrecht wahrzunehmen. Dieses Jahr wird es eine derartige fremdsprachige Broschüre nicht geben. Das stellte das Bundesinnenministerium auf Nachfrage der Grünen im Bundestag klar.

Das Angebot der politischen Bildung richte sich "an alle interessierten Bürger, unabhängig von ihrer Herkunft", erklärte der Parlamentarische Staatssekretär Ole Schröder (CDU) in einer Antwort auf eine Frage der Abgeordneten Viola von Cramon. Es werde "daher seitens der Bundeszentrale für politische Bildungkeine mehrsprachigen Wahlfibeln geben".

http://www.duhastdiewahl.de/

 

Stuttgarter Nachrichten - 10. Mai 2013

Biete: Kunde, kaufkräftig, Deutschtürke

Doch das Geld fließt nicht. Deshalb trauert Burhan Gözüakca auch dann um verpasste Chancen, wenn es sich vordergründig nur um die Liebe dreht. Zehntausende türkische Hochzeiten gebe es in Deutschland im Jahr – im Schnitt mit mehreren Hundert Gästen, sagt der Inhaber der Berliner Agentur Beys Marketing & Media. Traditionell verlasse das Paar erst mit der Trauung die Familien und ziehe zusammen – um sich Möbel und Küchengeräte zu kaufen oder den Stromanbieter auszusuchen;

und später das Spielzeug und die Bücher für die Kinder. „Die Deutschtürken haben andere Bedürfnisse. So überlassen die deutschen Möbelhäuser den türkischen Möbelhäusern das Geschäft, anstatt auch Sofas mit vielen Verzierungen anzubieten“, sagt Gözüakca. Und weshalb starteten die Hersteller von Vans nicht bei türkischen Familien eine Werbeoffensive?

VBKI Spiegel - April 2013

Ein Stück vom türkischen Honig

Wirtschaft nutzt Migrantenpotenzial selten
Der Berliner Marketingexperte und Buchautor Burhan Gözüakca wundert sich allerdings immer wieder, wie selten die deutsche Wirtschaft dieses Potenzial nutzt „Die Zielgruppe Migranten wird kaum wahrgenommen“, sagt der Deutschtürke in zweiter Generation. Die Absatzchancen zahlreicher Produkte ließen sich erhöhen, wenn man diese 20 Prozent der deutschen Bevölkerung  beispielsweise  durch  Werbe- und Marketingmaßnahmen gezielt ansprechen würde.

Nachholbedarf  sieht  Gözüakca  auch  mit  Blick  auf  Berlin.  Beispielsweise kämen immer mehr türkische Unternehmer in die Hauptstadt, um in Immobilien zu investieren. Doch darauf sei man an der Spree gar nicht eingestellt.  „Berliner Makler sollten türkische Investoren am besten schon in deren Heimat ansprechen,  ihre  Informationsmaterialien  auch  auf  Türkisch  zur  Verfügung  stellen,  Service  bieten“,  sagt  Gözüakca. 

Angesicht  der Vielzahl von Berlinern, die in beiden Sprachen und Kulturen zu Hause sind, dürfte dies doch kein Problem darstellen.

Berliner Unternehmern, die den Schritt in die Türkei machen wollen, rät Gözüakca zu Beratern mit Landeskenntnissen. Denn: „Der türkische Markt funktioniert immer noch ein bisschen nach Wild-West-Manier.“  Businessdeals  würden  hauptsächlich  über Netzwerke und von Angesicht zu Angesicht abgeschlossen. Während  Deutsche gerne schnell zum Wesentlichen kämen und den Kontakt professionell hielten, dienten in der Türkei Small-Talk und  Nettigkeiten  der  Vertrauensbildung.  Wer  sich  dafür  Zeit nimmt, wird laut Gözüakca belohnt: „Wenn Sie einen Türken erst einmal für sich eingenommen haben, dann haben Sie einen Partner auf Lebenszeit.“

www.vbki.de

 

Ost-West-Contact - März 2013

Der Cousin in Deutschland als Geschäftsführer der Europa-Expansion

Große Baustellen wohin man schaut, wilde Zahlen von den Börsen und eine konsumfreudige, junge Bevölkerung, die Geld ausgibt, als wenn es kein Morgen mehr gäbe. Wenn Sie kein Geld haben, kein Problem, der nächste Konsumentenkredit kommt per SMS auf Ihr Handy und Sie können sofort weiter shoppen und die vier, fünf oder zehn Kreditkarten bis zur Schmerzgrenze belasten. So oder so ähnlich ist

der Markt in der Türkei zu beschreiben – ein Schlaraffenland für große türkische Marken, die beflügelt von dem Erfolg im Inland wieder ihre Expansionspläne aus den Schubladen holen, um ausländische Märkte zu erobern.

Kommentar von Burhan Gözüakça im Türkei Special des Ost-West-Contact Magazins
www.owc.de

 

migration business - 11. Februar 2013

Burhan Gözüakça: Zuwanderer sind auch Wähler

Über 150 Milliarden Euro an Kaufkraft haben die Einwanderer in Deutschland. Warum deutsche Unternehmen und Werbeprofis kaum Zugang zu dieser Konsumenten-Vielfalt haben, darüber sprach migration

business mit dem Ethnomarketing-Experten Burhan Gözüakça (Foto), dem Geschäftsführer von Beys Marketing & Media GmbH.
von Joel Cruz
http://www.migration-business.de/2013/02/burhan-goezueaka-zuwanderer-sind-auch-waehler/

MIGAZIN - 22. Januar 2013

Das ewige Talent

Burhan Gözüakça ist Mitgründer und Projektleiter der Agentur BEYS marketing & media GmbH. In einem Interview sprechen er und die Marketingexpertin Prof. Dr. Marion Halfmann darüber, wie wichtig die Entwicklung des Ethno-Marketings für deutsche Unternehmen ist.

...Wie genau Ethno-Marketing aussehen kann, hängt natürlich von der Zielgruppe, vom Produkt, dem Unternehmen und der Marke ab. Generell aber sollte sowohl seitens der Agentur wie auch seitens der Unternehmen ein gegenseitiges Interesse an der Kultur bestehen. Ob nun Werbespots und Flyer einfach

nur übersetzt werden, es zielgruppenspezifische Kommunikationskonzepte und zweisprachige Verkaufsberater/innen gibt oder aber, dass spezielle Produkte für die Zielgruppe aufgesetzt werden – “alles, so Burhan Gözüakça, ist besser als dass man das Potential des Ethno-Marketings einfach verkommen lässt.”...

von Marcello Buzzanca

Der vollständige Artikel:
http://www.migazin.de/2013/01/22/das-ewige-talent/all/1/

 

BILD - 27. Dezember 2012

Marketing-Lücke: Werbung in Deutschland bald auf Türkisch?

Unternehmen werben bislang an der wachsenden, türkischen Konsumentengruppe vorbei

In Deutschland leben rund 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund – viele davon mit türkischen Wurzeln. Eine riesige Käuferschaft!

„Deutsche Unternehmen verschwenden hier ein immenses Potential“, sagt Burhanettin Gözüakça, Experte für sogenanntes Ethnomarketing. Er hat sein Wissen jetzt in einer umfangreichen Studie („Zielgruppenmarketing“ erscheint Anfang 2013 im Springer-Verlag) festgehalten...

...Kulturelle und religiöse Befindlichkeiten müssten mit einbezogen werden. Außerdem spiele der emotionale Aspekt bei der Kaufentscheidung von Deutschtürken eine oft vorrangige Rolle....

 

 

... „Wichtig ist, die Kultur zu kennen und zu verstehen“, sagt der Experte. Fühle ein Türke oder Deutschtürke sich gut beraten, als würde ein Freund dir helfen, braucht es keine lange Überlegungsdauer und die Weiterempfehlung für den guten Service verbreitet sich schnell...

von Katja Heise


Der BILD-Artikel vom 27.12.2012 zum nachlesen:

http://www.bild.de/geld/wirtschaft/integration/tuerkische-werbung-bald-in-deutschland-27696402.bild.html

Berliner Zeitung / Frankfurter Rundschau - 13. November 2012

Sonne, Süßes, Süpermen

Wenn Burhan Gözüakca über seine Familie spricht, weiß man manchmal nicht so richtig, wen er eigentlich meint. Natürlich könnte er über seine Frau und die beiden Kinder reden, 13 und fünf Jahre alt. Es wäre aber auch gar nicht mal so abwegig, dass Gözüakca über seine "andere Familie" spricht, wie er sie nennt: die Mitarbeiter seines Unternehmens...

...Wann immer ein deutsches Unternehmen mit seinen Produkten oder Dienstleistungen auch türkische Migranten für sich gewinnen möchte, ist BEYS zur Stelle. Gözüakca möchte damit natürlich Geld verdienen, er will aber auch "vermitteln, eine Kultursensibilität schaffen", sagt er. In seinem akkurat

http://www.fr-online.de/wirtschaft/marketing-sonne--suesses--suepermen

sitzenden Anzug wirkt er schon fast wie ein Integrationsminister...

...BEYS initiierte etwa aus eigenem Antrieb eine Wahlfibel für türkischstämmige Deutsche und entwarf eine Broschüre zum Senken der Heizkosten. Und trotzdem: Vieles läge noch im Argen, sagt Gözüakca. "Das Bild von den Migranten ist doch nzu großen Teilen ein falsches. Man merkt es in der Werbewirtschaft: Frauen, Senioren, Homosexuelle werden da als Zielgruppen festgelegt. Migranten aber finden so gut wie gar nicht statt."...

von Tino Scholz, Wirtschaft, Seite 11

http://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft/marketing-sonne--suesses--suepermen

 

DEUTSCHTÜRKISCHENACHRICHTEN - November 2012

Bildung, Fleiß und Professionalität: So erfolgreich sind türkischstämmige Unternehmer in Deutschland

Warum gründen türkischstämmige Bürgerinnen und Bürger in Deutschland ein Unternehmen? Welche Probleme begegnen ihnen? Und was ist ihr Erfolgsrezept? Die Türkisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer (TD-IHK) hat im Rahmen der Gründerwoche Deutschland des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie eine Podiumsdiskussion

zu den Erfolgsgeschichten türkischstämmiger Unternehmer veranstaltet. Das Fazit: Ihr wirtschaftlicher Erfolg steht in Verbindung mit gelungener Integration.
http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2012/11/463450/bildung-fleiss-und-professionalitaet-so-erfolgreich-sind-tuerkischstaemmige-unternehmer-in-deutschland/

Berliner Wirtschaft - Oktober 2012

Exportgut Ideen

Berlins Ausfuhrquote hinkt im Bundesvergleich hinterher. Doch die Vielzahl international erfolgreicher Dienstleister in der Hauptstadt könnte auch den Industrieexporten zu neuem Schwung verhelfen.

Migranten eröffnen Perspektiven
Der kulturelle Mix der Hauptstadt eröffnet dabei auch neue Geschäftsnischen, wie sie die Ethnomarketing- Agentur Beys besetzt. Beys entwickelt von Berlin aus Konzepte für die werbliche Ansprache von Migranten – von mehrsprachigen Broschüren zur Berliner Abgeordnetenhauswahl bis hin zu Werbeplakaten für die Airline Sunexpress, dem gemeinsamen Billigflieger der Lufthansa und Turkish Airlines. Etwa ein Drittel ihrer Umsätze generiert die Agentur mit ihren Diensten inzwischen schon im Ausland, vor allem in der Türkei. Tendenz steigend.

 

Geschäfte zwischen den Kulturen
„Die Dynamik der türkischen Wirtschaft hat unser Auslandsgeschäft beflügelt“, sagt Burhan Gözüakça. Der gebürtige Türke leitet die Agentur gemeinsam mit Bruder Yilmaz. Während in Deutschland die Etats in der Werbewirtschaft eher stagnierten, habe sich das Volumen der Werbewirtschaft in der Türkei in den vergangenen Jahren um ein Vielfaches gesteigert. Unternehmen aus der Türkei, aber auch aus Russland oder den arabischen Ländern, drängten immer mehr auf den europäischen Markt – gute Geschäftsaussichten für die Berliner Ethnomarketing- Spezialisten, deren Mitarbeiter und Freelancer sich jeweils in zwei Kulturen zu Hause fühlen.

www.ihk-berlin.de

In Bester Gesellschaft - 2011

BEYS ist eine von 50 Erfolgsgeschichten aus der Wirtschaft

Die Herausgeber Dr. Florian Langenscheidt und Dr. Rainhardt Freiherr von Leoprechting sowie das Bundesministerium für Bildung und Forschung haben in Zusammenarbeit mit einer namhaften Jury Unternehmen und Erfolgsgeschichten aus der Deutschtürkischen Wirtschaft ausgewählt und in einem eindrucksvollen Band verlegt.

Das von dem türkischen Staatspräsident Abdullah Gül und dem Bundespräsidenten Christian Wulff mit

Vorworten ergänzte Buch wurde anlässlich des Besuches von Abdullah Gül in Berlin vorgestellt.

Die Agentur BEYS wird in dem Buch als eine der 50 deutschtürkischen Erfolgsgeschichten vorgestellt. Wir bedanken uns bei den Verlegern und der Jury für diese freundliche Anerkennung.

http://www.bmbf.de/de/17209.php

ZEIT - 29. September 2011

Herr Gözüakça spricht

Wie mitten in der sächsischen Provinz das deutsch-türkische Integrationsproblem angepackt wird

Auf einem Landgut bei Döbeln sollen Deutsche und Türken endlich lernen, miteinander zu reden...
Es läuft mir kalt den Rücken hinunter, als Burhan Gözüakça aus seinem Leben erzählt. Müsste ich, die ich mich doch sonst für so gut informiert halte, nicht

längst von Geschichten wie seiner wissen? Gözüakça wurde von einem Bekannten gefragt, ob er nach Gödelitz kommen wolle. Er ist Deutschtürke in zweiter Generation. Er wirkt nicht wie jemand, der therapiert werden müsste...

http://www.zeit.de/2011/40/S-Goedelitz
von Adina Rieckmann

taz tageszeitung - 24. Juni 2011

Nicht rotierende Gastarbeiter

1961 wurde der Anwerbevertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei geschlossen. 50 Jahre danach bedankt Berlin sich bei den EinwanderInnen.

[...] Jungunternehmer Burhan Gözüakça, Inhaber der Werbeagentur BEYS, erinnerte sich [in seiner Rede] an seinen Vater. Als einer der ersten türkeistämmigen Geschäftsleute transportierte dieser nachts Waren, stand tagsüber im Laden - und starb mit nicht einmal 50 Jahren an zu viel Arbeit.

Da floss manche Träne auch bei den deutschstämmigen Gästen der Festveranstaltung, mit der sich Berlin 50 Jahre nach Abschluss des Abkommens

über die Anwerbung von Arbeitskräften zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei bei den ehemaligen GastarbeiterInnen und ihren Nachkommen bedanken wollte.

Deren Leistung "für den Aufbau der Stadt" werde "viel zu wenig gewürdigt", sagte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) im Festsaal des Rotes Rathauses, wo das Gemälde "Der Berliner Kongreß von 1878" an viel ältere deutsch-türkische Beziehungen erinnert. "Sie haben das Land bereichert, im wahrsten Sinne des Wortes. Berlin bedankt sich dafür", wandte sich Wowereit an die etwa 300 geladenen Gäste, zu denen viele VertreterInnen der ersten Generation türkischer EinwanderInnen gehörten.

Ekonomi dergisi - Mai 2011

BEYS wird grüner!

Das TDU-Mitglied BEYS marketing und media wird jetzt ein grünes Unternehmen

Ein umweltfreundliches Unternehmen versucht alles Machbare zu realisieren, um positive ökologische Wirkungen zu erzielen. Außerdem verbessert man mit einer grünen Firmenphilosophie sein Unternehmens-Image. Burhan Gözüakca von BEYS erzählt uns, mit welchen einfachen Maßnahmen das möglich war und welche Vorteile sie dadurch gewonnen haben.

„Was haben Sie bis jetzt in Ihrem Büro verändert?“                                                               „Wir benutzen nur noch Recyclingpapier oder Papier, das mit einem FSC-Zeichen versehen ist; die Qualität solcher Papiere ist äquivalent, jedoch werden nicht unnötig Bäume gefällt. Außerdem schalten wir unsere Computer ganz aus, wie sonst zu viel Strom umsonst

verbraucht wird. Im ganzen Büro sind jetzt Energiesparlampen, der Müll wird richtig getrennt und die Heizkörper werden auch sparsam benutzt. Zusätzlich fahren wir bei kurzen Strecken mit der Bahn statt zu fliegen.“

„Würden Sie auch anderen Unternehmen empfehlen grüner zu werden?“                       „Auf jeden Fall! Es bedarf keinen Umweltschützer, um unweltbewusst zu sein. Man muss an seine Mitmenschen denken und jeder Einzelne muss Verantwortung übernehmen. Es reicht nicht aus zu sagen: „Was soll schon passieren, wenn ich etwas mache?“, denn jeder Schritt zählt. Ich bin davon überzeugt, dass insbesondere Geschäftsleute hierbei eine sehr große Rolle einnehmen.“

Interview – Gülcan Nietsch (Umweltbeauftragte)  

 

 

TAGESSPIEGEL 1.05.2011

Der Mann mit der Maus

Burhan Gözüakcas Agentur entwirft Werbung für Deutschtürken. Er selbst schätzt beide Kulturen.

BEYS ist spezialisiert auf Werbung für die Zielgruppe der Deutschtürken. So betreuen Gözüakca und seine Kollegen eine PR-Kampagne, die ein größeres deutschtürkisches Publikum für dir Deutsche Oper begeistern soll.

Bei seiner Arbeit ist Gözüakca durch und durch Stratege. Umso weniger kann er verstehen, wie derzeit über Migranten debattiert wird:

„Es muss doch darum gehen, Lösungen auszuarbeiten und gemeinsam etwas zu entwickeln.“ Was passiere, sei dagegen eine „Verleumdung“ der Migranten insgesamt. Mittlerweile befinde er sich ständig in der Situation sie gegen falsche Behauptungen verteidigen zu müssen.

Als Ausnahme möchte der Unternehmer nicht wahrgenommen werden. Um ihn herum gebe es Hunderte wie ihn. „Und viele die noch besser ausgebildet sind.“

Karin Schädler

RBB Aktuell - 20.12.2010

Konsumieren Türken anders?

Am Montag legte Senatorin Katrin Lompscher einen Verbrauchermonitor vor. Neu ist, dass zum ersten Mal in einer separaten Erhebung Berliner mit türkischem Migrationshintergrund befragt wurden.

Quelle: Rundfunk Berlin Brandenburg

Anlässlich der Veröffentlichung des Verbrauchermonitors war Burhan Gözüakca Gast bei RBB Aktuell, der Nachrichtensendung vom RBB.

http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=6110150



Berlin Maximal - Dezember 2010

Kundschaft der Zukunft - von Sarah Kramer

Die meisten Unternehmen sind kaum auf die Bedürfnisse der Zielgruppe eingestellt

„Für die Wirtschaft bergen die kulturellen Eigenheiten bestimmter Bevölkerungsschichten ein riesiges Potenzial“, sagt der Berliner Unternehmer Burhan Gözüakça. Seine Firma Beys Marketing & Media betreibt seit mehreren Jahren „Ethnomarketing“ und ist nach eigenen Angaben Marktführer auf diesem Gebiet: Das Unternehmen entwickelt Marken, Produkte und Werbekampagnen, die sich an Menschen mit Migrationshintergrund richten.

Gözüakças Hauptzielgruppe sind Deutschtürken. Für Gözüakça ist klar, dass es vor allem Vorurteile sind, die deutsche Unternehmer auf Ethnomarketing verzichten lassen – und Angst vor fremden Kulturen. „Das ist ein Problem der Gesellschaft, aus wirtschaftlicher Sicht ist dieses Verhalten Unsinn“, sagt er. „Es hilft aber nichts, den Kopf in den Sand zu stecken“, sagt der Marketingexperte. „Unsere Gesellschaft verändert sich, und die Betriebe müssen sich auf Migranten als Zielgruppe und ihre Bedürfnisse einstellen.“

Videomarkt 12-2010

Ethnomarketing im Filmgeschäft - Was guckst du?

Aber auch Komödien und Actionfilme kommen gut an. Vielleicht auch deshalb sind Bollywoodfilme, die diese drei Genres oft miteinander verbinden, traditionell
bei vielen Türken beliebt.“ Burhan Gözüakça, Geschäftsführer der Agentur BEYS,
ergänzt: „Filme mit urbanen Themen kommen immer gut an. Wenn die eigene Le benssituation reflektiert wird, also ein Underdog als Held zur Geltung kommt, sitzt die deutsch-türkische Jugend in der ersten Reihe.“

So sei auch der Erfolg von „Gegen die Wand“ und „Kebab Connection“ zu erklären. Einen Lieblingsfilm hat er auch: „Wenn es um die kulturelle Vielfalt geht: My Big Fat Greek Wedding. Mein Schwiegervater hätte die Rolle des Brautvaters mit gleicher Überzeugungskraft spielen können. Es ist köstlich, wie sich die Probleme zwischen den Kulturen in den USA und auch in Europa doch gleichen.“

Tagesspiegel 5.9.2010

Voll Integriert

Mit Brücken zwischen Kulturen kennt sich auch Burhan Gözüakca aus. Als Kind lebte er in Deutschland, dann einige Jahre in der Türkei. Mit 15 Jahren kehrte er nach Berlin zurück. Er blieb und gründete 1998 die Werbeagentur Beys, die auf 

Ethno-Marketing spezialisiert ist. Seine Firma will zwischen beiden Kulturen vermitteln und arbeitet für Institutionen und große Konzerne. Jüngstes Projekt: Werbung für die Deutsche Oper in Berlin, die gezielt Migranten ansprechen soll.

Tagesspiegel 04.09.2009

Hier denkt man türkisch

Zielgruppe im Blick: Werbeagentur Beys weiß, wie man Deutschtürken erreicht
Von Katja Gartz

Enthält eine Geflügelwurst Schweinefleisch, wird sie von türkischstämmigen Bürgern nicht gekauft. Genauso wenig ansprechend finden diese ein Navigationsgerät, dass allgemein auf 32 Länderkarten verweist. Würde auf dem Gerät ausdrücklich eine

Türkeikarte erwähnt, wäre ihr Interesse ungleich größer. Burhanettin Gözüakça, der 1998 mit einem Geschäftspartner die Marketing- und Medienagentur Beys gründete, weiß, wie türkische Migranten zu erreichen sind. Er selbst ist in der Türkei geboren, dort und in Baden-Württemberg aufgewachsen  und seit über 20 Jahren in Berlin zu Hause. „Wichtig ist, die Kultur zu respektieren und zu verstehen“, sagt der 37-Jährige.

Financial Times Deutschland 16.06.2008

Ethno-Werbung spricht Kunden auf Türkisch an

PR-Strategen zielen auf das Lebensgefühl der Einwanderer

Unternehmen, die türkische Kunden gezielt ansprechen wollen, bedienen sich dazu meist der Hilfe einer auf Ethno-Marketing spezialisierten Agentur wie Tulay und Partner in München, Erk Güner oder Beys in Berlin.

Die Spezialisten wissen nicht nur, in welchem der rund 70 in Deutschland zu empfangenden türkischen TV-Sender die Belegung von Werbezeit Erfolg hat, sondern auch, auf welche Slogans und Bilder Türken ansprechen und wie die Produkte und der Vertrieb an türkische Bedürfnisse angepasst werden müssen. Oft setzen die Fachleute bei der Differenzierung des Produkts selbst an.

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 24.09.2006

Die meistumworbene Zielgruppe unter den Migranten sind die rund drei Millionen Türken in Deutschland. Sie bilden nicht nur die größte Gruppe unter den Ausländern, sie sind auch die wirtschaftlich stärkste. Rund 14 Milliarden Euro geben deutsche Türken pro Jahr für Konsum aus. Sparte die erste Generation der Gastarbeiter noch jeden Pfennig, gebe die junge Generation ihr Geld mit vollen Händen aus, sagt

Yunus Ulusoy vom Institut für Türkei-Studien. Statussymbole seien wichtig, sagt Atilla Ciftci von der Berliner Marketingagentur Beys. DaimlerChrysler begann bereits Mitte der 90er Jahre als eines der ersten Unternehmen, die türkische Zielgruppe zu umwerben und trat trotz aller Professionalität mit einer Kampagne in ein beliebtes Fettnäpfchen des Ethno-Marketing

Tagesspiegel 13.04.2006

Vom Döner-Image zum Ethno-Marketing

Ausländische Unternehmer sind nicht nur Gemüsehändler. Gerade in Berlin nutzen sie ihre Chancen
Yasmin El-Sharif

Dönerverkäufer, Gemüsehändler oder Reisebüroinhaber:

Die Liste ausländischer Unternehmer in Deutschland ist lang. Und sie wird von Jahr zu Jahr länger. Allein in Berlin ist im vergangenen Jahr die Zahl der Betriebe mit einem ausländischen Inhaber oder Geschäftsführer um 27 Prozent gestiegen
http://www.tagesspiegel.de/berlin/art270,2047537

Econy 2006

Zu den Gründern der Berliner Werbeagentur Beys zählt Atilla Ciftci. Seine türkische Abstammung macht ihn unverzichtbar: bei der Entwicklung von Werbekampagnen, die auf Türken zugeschnitten sind. Das Geschäft wird kräftig wachsen, ist Ciftci überzeugt.
Jahrelang wurde die Zielgruppe der Ausländer von den Marketingabteilungen der Unternehmen ignoriert. Dabei leben inzwischen acht Millionen Menschen aus anderen Ländern in Deutschland, außerdem zwei Millionen mit frisch ausgestelltem deutschen Pass.

Viele der Zugezogenen werden von den Botschaften der Werbewirtschaft gar nicht erreicht. Mehr als zwei Millionen der Ausländer sind Türken, für die Werbewirtschaft die interessanteste Gruppe. Auf ihre türkischen Wurzeln legen sie viel Wert. Aber in deutschen Medien können sie sich mit ihrer eigenen Kultur nicht wiederfinden. „Wir sind nicht deutsch, aber auch keine Türken, eher so ein Zwischending“, erklärt Ciftci. „Gerade die Jüngeren sind auf der Suche nach einer Identität, und alles was türkisch ist, berührt sie“, sagt er.

TAZ.DE 15.04.2005

Annäherung durch Handel

Deutschland ist ein Einwandererland. Neben kulturellem Austausch verbindet Alt- und Neubürger vor allem die Wirtschaft. Migranten sind Unternehmensgründer - aber auch Konsumenten. Ethno-Marketing hilft bei der Verständigung
von Tilman von Rohden

Ausländische Mitbürger sind auch Konsumenten. Und da sie in den vergangenen Jahrzehnten in Scharen nach Deutschland kamen, sind sie heute eine

attraktive Zielgruppe für Werber und Vermarkter. Dabei konzentrieren sich die Fachleute aus dem Ethno-Marketing besonders auf die Deutschtürken, denn sie bilden die größte Gruppe. Die 610.000 Haushalte in Deutschland verfügen nach Angaben des Essener Zentrums für Türkeistudien über ein jährliches Nettoeinkommen von insgesamt rund 15,5 Milliarden Euro. Davon geben sie etwa 12,2 Milliarden Euro für den Konsum aus.

Stern.de 21.06.2004

Türken nicht als Konsumenten unterschätzen

Ein Beitritt der Türkei zur EU wäre für den Standort Deutschland ein Zugewinn, glaubt die Geschäftsführerin der Türkisch-Deutschen Industrie- und Handelskammer, Gülay Yasin. Wegen der guten wirtschaftlichen Beziehungen wollten einige Unternehmen ihr Europageschäft von hier aus steuern. "Die türkischen Unternehmen in Deutschland spielen dabei eine Mittlerrolle."
Die Türken in Deutschland sind aber auch als Konsumenten nicht zu unterschätzen. "Sie sind um einiges konsumfreudiger als die Deutschen", sagt Burhan Gözüakca von der Berliner Marketingagentur Beys.

Die konsumfreudige Zielgruppe der unter 40-Jährigen mache unter den Türken mehr als 60 Prozent aus. Unter den Deutschen sei die Gruppe mit weniger als 40 Prozent viel kleiner. Hinzu komme, dass viele Türken für ihre Rückkehr in die Türkei gespart hätten und jetzt doch hier blieben. "Da wird ein riesiges finanzielles Polster frei."
Deutsche Unternehmer schöpften dieses Potenzial bisher aber kaum aus. "Viele haben noch das Bild vom Gastarbeiter im Kopf, das wollen sie nicht mit ihrem Produkt in Verbindung bringen." Lediglich einige große Konzerne wendeten sich mit speziellen Werbeaktionen direkt an türkische Kunden.

Die Zeit Oktober 2002

Die Seele umschmeicheln

Ob Autohersteller, Bausparkasse, Stromanbieter oder Telefonfirma - Ethno-Marketing soll die kaufkräftigen Minderheiten in Deutschland ködern
Sandra Pfister

Vor allem die beratungsintensiven Dienstleister wie Banken, Versicherungen und Bausparkassen können hierzulande bei Ausländern punkten. Ihre komplizierten Verträge verstehen selbst viele Deutsche nicht. Für Türken oder Russen müssen sie nicht nur übersetzt, sondern auch erklärt werden. Und auch das funktioniert nur in der jeweiligen

 Muttersprache - noch besser im persönlichen Gespräch."Die Türken haben eher eine Handschlagsgeschäftsmentalität. Die lesen sich nicht unbedingt die Broschüren durch, sondern kaufen, was ein Nachbar oder Bekannter empfiehlt. Hier kann man mit einem Muttersprachler viel mehr bewirken als mit einer Imagekampagne", sagt Attila Ciftci von der Berliner Agentur Beys. Versicherungen wie die Hamburg-Mannheimer oder die Bausparkasse Wüstenrot schicken daher bereits seit den achtziger Jahren türkische Vertreter durchs Land.

Die ZEIT, Wirtschaft 44/2002

Die Seele umschmeicheln

Ob Autohersteller, Bausparkasse, Stromanbieter oder Telefonfirma - Ethno-Marketing soll die kaufkräftigen Minderheiten in Deutschland ködern

Als einer der ersten erkannte der Pharmafabrikant Dr. Karl Thomae 1987 die türkischen Gastarbeiter als neue Zielgruppe. Wegen ihrer Knochenjobs an den Fabrikfließbändern litten sie häufig unter Rückenschmerzen. Prompt pries das Unternehmen seine Schmerzsalbe Finalgon mit türkischsprachiger Werbung in hiesigen Apotheken und Zeitungen.
Vor allem die beratungsintensiven Dienstleister wie Banken, Versicherungen und Bausparkassen können hierzulande bei Ausländern punkten. Ihre komplizierten Verträge verstehen selbst viele

Deutsche nicht. Für Türken oder Russen müssen sie nicht nur übersetzt, sondern auch erklärt werden. Und auch das funktioniert nur in der jeweiligen Muttersprache - noch besser im persönlichen Gespräch. "Die Türken haben eher eine Handschlagsgeschäftsmentalität. Die lesen sich nicht unbedingt die Broschüren durch, sondern kaufen, was ein Nachbar oder Bekannter empfiehlt. Hier kann man mit einem Muttersprachler viel mehr bewirken als mit einer  Imagekampagne", sagt Attila Ciftci von der Berliner Agentur Beys. Versicherungen wie die Hamburg-Mannheimer oder die Bausparkasse Wüstenrot schicken daher bereits seit den achtziger Jahren türkische Vertreter durchs Land.

Berliner Morgenpost 03.10.1999

Ethnisches Marketing statt Dönerimbiss

Türkische Unternehmen in der Stadt werden verstärkt in anspruchsvollen Branchen tätig
Von Patrick Goldstein

Bis zum Jahr 2010 dürfte sich in Berlin die Zahl der türkischen Unternehmen verdoppeln. Das prognostiziert Wirtschaftssenator Wolfgang Branoner (CDU). Schon jetzt ist absehbar, dass diese Existenzgründer zukünftig verstärkt in den Dienstleistungsbereich vordringen und auch anspruchsvollere Sparten besetzen werden. Ein Beispiel ist die Firma «Beys Marketing und Media

GmbH» in Tiergarten. Zwei junge Türken, ein Diplomkommunikationswirt und ein Absolvent der kaufmännischen Berufsfachschule, entwerfen Werbekonzepte, die die türkische Bevölkerung Berlins ködern sollen. Ihre Kontakte reichen vom deutschen Zigaretten-Riesen bis zum dänischen Käsehersteller. «Ethnisches Marketing», sagt der 28-jährige Firmeninhaber Burhanettin Gözüakca begeistert. «Produzenten, die das heute verpassen, werden es später schwer haben, noch in den Markt hineinzukommen.»

Berliner Morgenpost 05.12.1999

«Total auf dem Konsumtrip»

Deutsche Unternehmen entdecken die Türken als Kundschaft - Ethnisches Marketing gefragt
Von Britta Petersen

Berlin - Seit einigen Wochen hängen in Berlin Werbeplakate einer Bank, deren Botschaft die meisten Passanten gar nicht verstehen. Was zunächst wie ein Desaster für die Werbeagentur aussieht, ist durchaus Absicht. Die Egebank buhlt auf Türkisch um die Gunst der mehr als 165 000 Berliner türkischer Herkunft. Nicht leise, aber fast unbemerkt von der deutschsprachigen Bevölkerung, werben immer

mehr Unternehmen um diese kaufkräftige und konsumfreudige Zielgruppe. «Langsam kriegen auch die deutschen Unternehmen mit, dass die türkische Bevölkerung eine eigene Ansprache benötigt», sagt Attila Ciftci (34), Geschäftsführer der Berliner Werbeagentur «Beys. Marketing  & Media». Zusammen mit seinem Partner Burhanettin Gözüakca (27) und vier Mitarbeitern hat sich der Diplom-Kommunikationswirt auf «ethnisches Marketing» spezialisiert - Werbung, die sich speziell an Kunden ausländischer Herkunft richtet.

CineChart 06/1999

Die neue Zielgruppe

Ein Beitrag von Martin Busche erschienen in der Hauszeitschrift der ProSieben Media AG – CineChart 06/99

Deutsche Unternehmen entdecken eine Marktlücke: Deutsch-Türken Deutschland im Winter 1999/2000: Auf großen Werbeplakaten wirbt eine Bank in türkischen Lettern, ein Mobilfunkunternehmen preist Billigtarife für Gespräche an den Bosporus an – auf Türkisch.

Verwunderung bei den Deutschen, freudige Überraschung bei den in Deutschland lebenden Türken. Die türkische Sprache ist in Deutschland salonfähig geworden. Sie hält sogar Einzug in den Alltag. Der von Erkan und Stefan szenefähig gemachte Türken-Slang ist aus der deutschen Jugendsprache nicht mehr weg zu denken, türkische Diskotheken liegen im Trend und Popstar Tarkan stürmt die deutschen Hitparaden, wie vor ihm keiner seiner Landsleute.

Berliner Zeitung 16.06.1999

Telekom verkauft kablolu TV yayini

Ethno-Marketing wie deutsche Unternehmen Türken umgarnen

Für die türkischen Anzeigen engagieren die Unternehmen türkische Werbeagenturen, die das Konsumverhalten, aber auch Kultur, Mentalität und Wünsche ihrer Landsleute gut kennen. "Es ist nicht damit getan, deutsche Spots türkisch zu synchronisieren", sagt Attila Ciftçi von "Beys". "Die Leute denken dann sofort, da will jemand an unser Geld." Das hat auch die Firma Maggi feststellen müssen. Das türkische Maggi-Kochstudio wurde nach einem Jahr wieder eingestellt, nachdem es nicht den erhofften Erfolg gebracht hat. Der Spot, der auf dem türkischen Kanal lief, war derselbe, den auch die deutschen Fernsehzuschauer zu sehen bekamen.

Doch statt auf deutsch lobte die Dame mit der weißen Schürze die Vorzüge der Würzmischung für Gemüse auf türkisch. Das hat die türkischen Köchinnen dann doch nicht überzeugt, zumal sie ihre Gemüseaufläufe lieber mit scharfem Tomaten- und Paprikamark abschmekken als mit fertigen Gewürzen aus der Tüte. "Wichtig ist, daß in dem Werbefilm oder auf den Anzeigen türkische Fotomodelle zu sehen sind", sagt Atilla Ciftçi. Sie müssen aussehen wie Türken, reden wie Türken und sich benehmen wie Türken. Wer dagegen mit platten Klischees und abgenutzten Bildern versuche, Kunden zu fangen, stoße nur auf Ablehnung. "Halbmond und Stern im Logo oder der Mann mit dickem Schnurrbart, das schreckt potentielle Kunden nur ab", sagt Ciftçi.

HOMEIMPRESSUMKONTAKT